Sonntag, 30. Januar 2011

Raus aus dem Mist

Über 400 ProfessorInnen unterschreiben einen Appell für einen Ausstieg aus der Massentierhaltung, über 22000 Menschen zeichnen diesen Aufruf mit, sei auch du dabei.
In dem Aufruf heißt es zum Beispiel:

Wir fordern von Ländern, Bund und EU:
· Vielfalt, Gerechtigkeit und Arbeitsplätze in ländlichen Regionen – Privilegien für industrielle Tierhaltung abschaffen;
· Klima- und Tierschutz wirksam verbessern;
· Kennzeichnung der Haltungsform auf tierischen Lebensmitteln;
· Agrarsubventionen nur für höhere Standards im Tier- und Umweltschutz;
· Überproduktion abbauen, Exportsubventionen streichen.


Mehr Informationen und die Möglichkeit zu unterzeichnen gibt es hier.

Sonntag, 23. Januar 2011

Vegan-Seminar

Am 22. Januar fand das erste Vegan-Seminar statt, das von den Rezeptefuchs.de - Betreibern veranstaltet wird. 14 Veganer und Vegetarier trafen sich im Unternehmerinnen-Zentrum in Hannover, vormittags um 10.00 Uhr.

Geleitet von der sehr sympatischen Irina Itschert begann das Seminar pünktlich mit einer Vorstellungsrunde. Dabei war die ganze Spanne vertreten, von noch nicht vegan, erst zwei Wochen vegan bis hin zu 8 Jahre vegan. Und überwiegend waren Frauen anwesend, wir Männer waren nur durch drei Prachtexemplare vertreten.

Dann begann das Seminar und es wurden erst einmal die ökologischen Gründe für Veganismus aufgezählt, also Regenwaldabholzung, Wasserverbrauch, Klimagase und ähnliches. In anschaulichen Diagrammen wurde gezeigt wie umweltunverträglich eigentlich eine omnivore Ernährung in der heutigen Zeit ist.

In den Pausen gab es kleine Snacks und Getränke, natürlich alles vegan, und sogar ein Schälchen mit meinen heißgeliebten Gummibärchen. Allein dadurch hatte man mich schon gewonnen, manchmal bin ich echt zu leicht um den Finger zu wickeln. ;-)

Dann begann das große Thema des Seminars, versteckte tierische Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, Verpackungen und in Kleidung. Es wurde gezeigt dass man ein Produkt teilweise in seine Bestandteile zerlegen muss um wirklich jeden Einsatz von tierischen Zusätzen oder Hilfsmitteln auszuschließen.

Auch ging es um Tierversuche bei Körperpflegemitteln und Kosmetika (die eigentlich per Gesetz tierversuchsfrei sein sollte, was sich aber nur auf das Endprodukt bezieht). Um wirklich sicher zu gehen ob das Produkt das man erwerben möchte tierleidfrei ist, hilft oft nur eine Produktanfrage beim Hersteller, da Vieles deklarationsfrei ist. Zum Beispiel wird bei der Klärung von Säften gerne Gelatine eingesetzt, welche aber kein Bestandteil des Getränks ist und somit nicht in den Inhaltsangaben auftaucht.

So eine Produktanfrage wurde dann auch von den Seminarteilnehmern in Gruppen erarbeitet, wobei zu beachten war dass man genau erklärt worum es einem geht, denn der Begriff "vegan" ist im Lebensmittel- oder Handelsrecht nicht definiert. Auch muss der Hersteller gegebenenfalls bei seinen Zulieferen nachfragen wie die Produktion bei denen aussieht. Ein ziemlich komplexes Feld, aber was tut man nicht alles für ein reines Gewissen.

Im Seminarraum waren zwei Tische aufgebaut, einer mit veganen Lebensmitteln die man im Supermarkt um die Ecke kaufen kann und nicht teuer im Versand bestellen muss, auf dem anderen standen Körperpflegeprodukte, Kosmetik, Reinigungsmittel und sogar vegane Schuhe. So konnte man sich das eine oder andere Produkt viel besser merken indem man es anfassen und bestaunen konnte, als wenn nur die Rede davon gewesen wäre.

Am Ende des Tages waren wir alle etwas schlauer, auch die bereits 8 Jahre vegan lebende Teilnehmerin. Die Seminare sollen auch noch in anderen Städten stattfinden, Irina sprach von München, Stuttgart, Köln und Hamburg. Ich kann es nur weiterempfehlen, nicht nur wegen der Gummibärchen. ;-)

Mittags waren wir übrigens im "Loving Hut", ein rein veganes Restaurant asiatischer Ausrichtung. Sehr lecker und preiswert, unbedingt empfehlenswert!

Dienstag, 18. Januar 2011

Kalender raus ...

... und schon mal den Ostersamstag fett eingekringelt.

Vegan Spring

Da bringt der Osterhase garantiert keine Eier.

Montag, 10. Januar 2011

Nachtrag zum Weihnachtsmarkt

Auf dem veganen Weihnachtsmarkt in Hannover war ein Kamerateam von Peta, dass Nessi und ihre Freundin Kira begleitet hat. Nessi ist vielleicht bekannt durch die Peta-Serie "Nessi wird vegan" und aktuell macht sie auch Werbung für eine Instrumentenversicherung.
Das Video ist seit dem 14. Dezember online, doch ich habe es erst heute entdeckt. Es zeigt ganz gut wie`s war an dem Tag, was los war und vor allem wie kalt es war.
Euer LieblingsVege-TableBlogger läuft übrigens bei 0:36 aus dem Bild. ;-)

Montag, 3. Januar 2011

Vege-Table VIII am 02.01.2011


Die Überraschung ist der Vegefarm gelungen, wir standen nämlich gestern vor verschlossenen Türen. Betriebsferien von Silvester bis zum 23. Januar. Auf der Homepage war davon nichts zu lesen, einzig auf dem MySpace-Auftritt der Vegefarm habe ich heute einen Hinweis gefunden.
Tja, also sind wir kurzerhand ins Veggie-House gegangen, dort sind wir gewohnt herzlich aufgenommen worden.
Thematisch drehte sich fast der ganze Abend um die Gründung der Basisgruppe Bremen der Veganen Gesellschaft Deutschland. Andreas von der Basisgruppe Oldenburg war anwesend und konnte mit Rat und Tat zur Seite stehen und über erste Erfahrungen berichten.
Das Foto habe ich im Halbdunkel mit dem Handy aufgenommen, ist nicht doll geworden, aber man kann ungefähr ahnen was drauf ist. ;-)

Eine Sache ist uns aufgefallen, und zwar scheinen die Veggie-House Betreiber nicht viel von Pflanzenmilch zu halten. Erst wurde behauptet dass ein Mango-Lassi nur mit Kuhmilch richtig schmeckt und später gab es für meinen Kaffee nur laktosefreie Milch im Haus. Schon irgendwie merkwürdig für ein Lokal das nicht gerade wenige vegane Speisen auf der Karte stehen hat. Nun ja.

Freitag, 31. Dezember 2010

Wunderkeks



Als ich das erste Mal von Vegan Wondercakes hörte, war das schon mehr Schwärmerei als ein nüchterner Bericht, dem entsprechend gespannt war ich. Als ich dann auf dem VSD 2009 den Stand entdeckte konnte ich tatsächlich nur Bauklötze staunen. Das war mal was anderes. Eine wahre Pracht von süßen Backwaren war dort angerichtet, verführerisch lecker aussehend und natürlich alles vegan. Zunächst durfte man auch nur gucken, verkauft und probiert werden durfte an dem Tag erst ab 16.00 Uhr. Abbekommen habe ich damals nichts, da ich zu dem Zeitpunkt schon wieder auf dem Heimweg war. Erst ein gutes Jahr später durften meine Zähne in einen Wunderkuchen beißen.
Hey, und das Warten hatte sich gelohnt, jam jam.

Jetzt lässt uns Kim von Vegan Wonderland / Wondercakes teilhaben an ihren Geheimnissen der süßen Backkunst. Mit "Vegan Wondercakes, zuckersüße Backideen und feinste Tortenkunst" hat sie kürzlich ein Kochbuch der besonderen Art veröffentlicht.
Das Buch erweist sich als wahre Fundgrube, nichts wird mehr verheimlicht. Man erfährt welche Arbeitsutensilien man braucht, wie man selbst Marzipan, Fondant, Spritzcreme, Blüten-Paste und Icing-Zuckerguss zum Verfeinern der Torten und Kuchen herstellt, man erhält viele Ideen zum Nachgestalten, wird aber aufgefordert auch selbst kreativ zu sein.
Die Rezepte starten mit einfachen Keksen und Cookies, gehen über Muffins und Cupcakes hin zur mehrstöckigen Torte (für die man sich schon zwei Tage Zeit nehmen sollte), alles Schritt für Schritt erklärt und bebildert. Da bleibt kein Wunsch offen.

Ich werde mich da langsam herantasten, vielleicht mal ein paar Cupcakes mit einer schicken Verzierung, und mal schauen ob es wirklich so einfach ist wie es aussieht. Ich denke aber mal dass Frau Wonderland nicht nur das Wissen, sondern auch eine gehörige Portion Talent und Geschick in sich vereint, und dass es für Sterbliche nicht so leicht sein wird ihr das nachzumachen.

Ich bringe das Buch am Sonntag zum Stammtisch mit, wer sich mal einen Einblick verschaffen will kann dies gerne tun.

Dienstag, 28. Dezember 2010

And now the vegetarian chicken, Miss Sophie


Quasi direkt nach den Silvesterfeierlichkeiten findet am Sonntag der Januarstammtisch statt. Sei auch du dabei, ja DU! ;-)

Dass der Vege-Table nicht immer den Zulauf hat den man sich wünschen könnte, dürfte kein Geheimnis sein. Aber ich zieh` das auch im nächsten Jahr weiter durch, auch wenn der Tag kommen sollte an dem ich alleine da sitze. Es muss doch irgendwie hinzukriegen sein dass sich eine feste Größe bildet. Ich glaube weiter daran, so wie ich davon überzeugt bin dass sich Vegetarier und Veganer untereinander besser mitteilen und Spaß haben können als in einer Runde Omnivorer. Muss sich wohl nur noch herumsprechen.

Also Arsch hoch und hin zum Stammtisch in die Vegefarm. Ich werde da sein.